Testierunfähigkeit bei Wahnvorstellungen

Es wird auf eine aktuelle Entscheidung des OLG Frankfurt hingewiesen: „Gemäß § 2229 Abs. 4 BGB ist testierunfähig, wer wegen krankhafter Störung der Geistestätigkeit, wegen Geistesschwäche oder wegen Bewusstseinsstörung nicht in der Lage ist, die Bedeutung einer von ihm abgegebenen Willenserklärung einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln. Dabei gilt als testierunfähig derjenige, dessen Erwägungen und Willensentschlüsse nicht mehr auf […..]
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Testierunfähigkeit und Medikamente

Medikamente spielen im Rahmen der Testierunfähigkeit eine Doppelrolle und zwar nicht nur, wenn der spätere Erblasser diese Medikamente durch einen Arzt verordnet erhält und diese normal zu sich nicht, sondern auch, wenn die Medikamentenvergabe durch eine andere Person gesteuert wird. Dies dann, wenn diese andere Person sich bestimmt Vorteile erhofft. Dabei kann es einerseits darum gehen, dass bestimmte Medikamente gegeben […..]
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Testierunfähigkeit bei Korsakov-Syndrom

In vielen Fällen gibt es einen Alkoholabusus, der – wenn er chronisch ist – das sog. Korsakov-Syndrom begründen kann. Liegt ein solches Syndrom vor, kann die abhängige Person geschäftsunfähig und testierunfähig sein. Dies muss im Einzelfall geprüft werden und ist von Fällen abzugrenzen, in denen zwar ein erhöhter Alkoholabusus vorliegt, allerdings die Person nur in Phasen, in denen Alkohol konsumiert […..]
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Testierunfähigkeit bei bipolarer Störung

Bei Krankheitsbildern muss immer abhängig vom Einzelfall geprüft werden, ob eine Geschäftsunfähigkeit oder Testierunfähigkeit aufgrund der Erkrankung vorliegt. Entscheidend ist, ob bezüglich der zu prüfenden Willenserklärung (z. B. ein Vertrag oder ein Testament) eine freie Willensentscheidung der erklärenden Person vorgelegen hat. Bei einer bipolaren Störung kann das kritisch zu beurteilen sein. Denn die bipolare Störung zeichnet sich dadurch aus, dass […..]
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Testierfähigkeit – Schlaganfall

Auch nach einem Schlaganfall, stellt sich häufig die Frage nach dem Vorliegen der Testierfähigkeit, wenn die rudimentär vorhandenen intellektuellen Fähigkeiten zurückgetreten sind und somit die Befähigung zu einem klaren unbeeinflussbaren Urteil fehlt. Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Thieler, Rechtsanwältin Magdalena Gediga, München-Gräfelfing

Testierfähigkeit – Altersdemenz

Ein Beispiel für das Vorliegen der Testierunfähigkeit bietet die Altersdemenz. Wer an Altersdemenz mittleren Grades leidet, mit zeitweiligen, vorübergehenden Wahnvorstellungen, Wahrnehmungen nicht vorhandener Personen, nicht erkennen der vertrauten Umgebung oder Phasen der Verwirrtheit oder der Orientierungslosigkeit, kann während dieses Zustandes nicht wirksam testieren. Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Thieler, Rechtsanwältin Magdalena Gediga, München-Gräfelfing

Testierfähigkeit – Wahn

Die Testierfähigkeit kann im Einzelfall durch einen Wahn beeinträchtigt werden. Der Begriff des Wahns ist nicht genau definiert. Charakteristisch ist, dass der Betroffene eine Überzeugung hat, die feststeht und die für alle Fälle aufrechterhalten wird. Der Wahninhalt kann bizarr oder auch real sein. Im letzten Fall ist der Nachweis eines Wahns bei Testierfähigkeitsgutachten schwierig bis unmöglich. Ein Wahn ist als […..]
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Testierfähigkeit – Manie

Manische Symptome und auch das Vollbild einer Manie sind häufig bei älteren Menschen anzutreffen und können ihre Testierfähigkeit beeinträchtigen. Bei einer Manie können eine Reihe von psychischen Symptomen auftreten. Die psychischen Symptome bestehen z.B. in einer Antriebssteigerung und Ideeflut sowie einem verminderten Schlafbedürfnis. Für die Beurteilung der freien Willensbildung ist v.a. der Schweregrad der manischen Symptomatik, insbesondere der Nachweis von […..]
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Testierfähigkeit – Depression

Depressive Symptome sind häufig bei älteren Menschen anzutreffen, die sich oft isoliert und allein gelassen fühlen. Bei einer Depression können eine Reihe von psychischen und auch körperlichen Symptomen auftreten. Die psychischen Symptome bestehen z. B. in Antriebs-, Interessn- und Lustlosigkeit, Traurigkeit und Selbstmordgedanken. Für die Beurteilung der freien Willensbildung ist v.a. der Schweregrad der Depression, insbesondere der Nachweis von psychotischen […..]
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