Die Stiftung Testierfähigkeit wurde von Herrn Rechtsanwalt Prof. Dr. Thieler in München aufgrund der unglaublichvielen Unklarheiten und Fehler, die bei der Testierfähigkeit gemacht werden, gegründet. Die Zusammenarbeit zwischen der Rechtswissenschaft und der medizinischen Wissenschaft ist hier kaum gegeben. Die Frage, wann die Fähigkeit eines Menschen, beispielsweise aufgrund eingetretener Demenz, aufhört, Verträge zu schließen oder ein Testament zu errichten, ist wissenschaftlich von Seiten der Rechtswissenschaft bisher kaum erörtert worden.
Problematisch sind viele Erbschaftsprozesse auch dadurch, dass Notare die Testierfähigkeit bestätigen, obwohl ihnen jegliche Fachkenntnis aufgrund der nicht vorhandenen medizinischen Ausbildung fehlt. Auch seitens der Gerichte werden oftmals derartige Erklärungen in Testamenten, dass der Notar sich von der Testierfähigkeit überzeugt hat, als Wirksamkeitsvoraussetzungen für das Testament anerkannt, obwohl nur ein ausgebildeter Mediziner, der speziell für dieses Gebiet ausgebildet wurde, die Frage der Testierfähigkeit klären kann.
Problematisch sind auch viele Gutachten, die wir im medizinischen Bereich sehen und die oftmals aufgrund von Aktenkenntnis oder von fehlerhaften Grundlagen ausgehen.
Die Stiftung will Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet unterstützen. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, auch die Öffentlichkeit auf die Probleme der mangelenden Testierfähigkeit, die gerade in den nächsten Jahrzehnten aufgrund der Alterspyramide eine große Rolle spielen wird, hinzuweisen.
Soweit Sie Anregungen oder Fragen haben oder einen Sachverständigen für Ihr Gebiet benötigen, können Sie sich an die Stiftung wenden.

Stiftung Testierfähigkeit, Finkenstraße 33, 82166 Gräfelfing,