Der Begriff der Bewusstseinsstörung

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Der Begriff der Bewusstseinsstörung im juristischen Sinne ist sehr schwer zu definieren, da die Frage, was das Bewusstsein ist, eher philosophischer Natur ist.

In der Neurologie werden qualitative und quantitative Bewusstseinsstörungen unterschieden. Quantitative Bewusstseinsstörungen treten v.a. bei schweren Schädelverletzungen durch Unfälle auf und sind meist nur kurzfristig.

Für die Beurteilung der freien Willensbestimmung sind daher die qualitativen Bewusstseinsstörungen von großer Bedeutung.

Es muss also im konkreten Fall geprüft werden, ob der Erblasser zum Zeitpunkt der Errichtung seines Testaments unter einer länger andauernden Bewusstseinsstörung litt.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Thieler, Magdalena Gediga, Rechtsanwältin, München-Gräfelfing

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