Testierfähigkeit und Hausärzte

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Bei der Prüfung der Testierfähigkeit sind die Gerichte auf die Aussagen der Hausärzte angewiesen. Hierbei gibt es mehrere Probleme, die meistens übersehen werden:

Problem 1: Hausärzte sind selbst “betriebsblind”, da sie den Erblasser meistens über einen langen Zeitraum kennen und dann nicht mehr neutral einschätzen können.

Problem 2: Viele Hausärzte halten dem vormaligen Patienten die “Treue” und scheuen sich, ein zu schlechtes Krankheitsbild darzustellen.

Problem 3: Manchmal wissen Hausärzte auch nicht, dass sie bei Gericht vollständig aussagen müssen. Vielfach wird unzutreffend die ärztliche Schweigepflicht rekurriert und es erfolgt keine oder nur eine sehr rudimentäre Aussage.

Problem 4: Es gibt auch die Gefahr, dass Hausärzte nicht zutreffend aussagen, z. B. weil sie den Vorwurf einer Fehlbehandlung befürchten.

Prof. Dr. Wolfgang Böh, München-Gräfelfing
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Steuerrecht

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