Testierunfähigkeit auch bei körperlichen Erkrankungen

Artikel gespeichert unter: Testierfähigkeit


Generell gilt die Aussage, dass eine Testierunfähigkeit eine geistige Erkrankung voraussetzt, § 2229 Abs.4 BGB. Allerdings gibt es auch körperliche Erkrankungen, die zu einer Testierunfähigkeit führen können und zwar deshalb, weil sie sich auf die Funktionsweise des Gehirns und damit der geistigen Leistungsfähigkeit auswirken. Ein wichtiges Beispiel ist die sog. hepathische Enzephalopatie, die bei einer Leberzirrhose oder einem Leberkarzinom auftreten kann. Betroffene sollten deshalb auch bei körperlichen Krankheitsbildern die Beeinträchtigung der freien Willensbildung in Betracht ziehen.

Prof. Dr. Wolfgang Böh, München-Gräfelfing
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Steuerrecht

Haben Sie Fragen? E-Mail an das Forschungsinstitut

« Überprüfung von gerichtlichen Sachverständigengutachten     Fehler bei der Prüfung der Testierfähigkeit durch das Nachlassgericht »

Themen

Links

Feeds